Klassische Homöopathie


Was ist eigentlich „klassische“ Homöopathie?

Ein klassischer Homöopath verfährt nach den Grundsätzen und Regeln, die Dr. Samuel Hahnemann  -der Begründer der Homöopathie- aufgestellt hat. Nach ganz genau festgelegten Vorschriften wird die Anamnese durchgeführt und danach sehr sorgfältig das für *diesen* Patienten richtige Heilmittel gesucht.

Im Unterschied zur Schulmedizin  wird nicht gesagt „die Katze hat Schnupfen, also geben wir ihr das gleiche wie den anderen tausend Katzen“, sondern wir sagen z.B. „das ist Felix, der jetzt unbedingt warm liegen möchte, einen wundmachenden Nasenausfluß hat, sehr unruhig ist und empfindlich auf Medikamente reagiert. Deshalb ist Mittel xy in genau dieser Potenz richtig für ihn.“
Oder „hier ist Katze Minki mit monatelangem Durchfall. Diese Ausscheidungen riechen sauer, sind mit Schleimfetzen durchsetzt und traten nach der letzten Impfung auf.“
Wir behandeln ein Tier ganz individuell. Nicht nur „welches Problem muß verschwinden, egal wohin“, sondern „wer hat ein Problem, woher kann es kommen, was ist die Ursache – und jetzt heilen wir es aus“.

Es gibt eine Menge Homöopathen, auch im Bereich der Tierheilkunde. Sehr viele davon verfügen aber nur über soviel Kenntnisse, wie ihnen während eines Wochenendseminars oder während eines kleinen Teils im Rahmen der Ausbildung oder während des Studiums vermittelt wurden. In den allermeisten Fällen handelt es sich dann nicht um die „klassische Homöopathie“, sondern nur um sogenannte bewährte Indikationen oder den Komplexmittel-Einsatz.

„Bewährte Indikationen“ sind Mittel, die erfahrungsgemäß bei bestimmten Problemen ganz gut helfen.
Sie sind nicht wirklich klassisch ausgewählt.

An dieser Stelle möchte ich auch nochmal ganz, ganz eindringlich davor warnen, den netten Empfehlungen auf manchen Webseiten zu folgen!
Wer den unzähligen Versicherungen der Medien und o.g. „Homöopathen“ glaubt, Homöopathika wären ja sooo ungefährlich und könnten keinesfalls schaden und seinem Tier beispielsweise mehrfach eine Mercurius D200 eingibt, begeht regelrechte Körperverletzung!
Man kann nach einiger Zeit „sehr schön“ sehen, wie das Tier alle Anzeichen einer Quecksilbervergiftung zeigt!
– Und nein, nach Absetzen des Arzneimittels ist es keineswegs sicher, dass diese Zeichen alle wieder von allein verschwinden!

Und gleich noch eine Warnung hinterher: nicht alles, was sich „naturheilkundlich“ nennt, ist wirklich gesund oder harmlos!
Es gilt immer und überall: man gibt die Verantwortung für sein Tier nicht an der Praxistür ab.
Der eigene gesunde Menschenverstand *muß* eingeschaltet bleiben. Man muß mitdenken und sich auch selbst so gut wie möglich informieren.


Top